Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Alpenloew UG (haftungsbeschränkt)
Leopoldstraße 31, 80802 München
(Stand: November 2025 – Version 1.1)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Beratungsleistungen der Alpenloew UG (haftungsbeschränkt), nachfolgend „Alpenloew“ genannt, gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) und Unternehmern (§ 14 BGB), die Beratungen zur Optimierung bestehender privater Krankenversicherungsverträge gemäß § 204 VVG in Anspruch nehmen.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, Alpenloew stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Mit Inanspruchnahme der Dienstleistung erkennt der Kunde diese AGB als verbindlich an.
§ 2 Leistungsbeschreibung und Abgrenzung
(1) Alpenloew erbringt ausschließlich beratende Dienstleistungen im Bereich der Optimierung bestehender privater Krankenversicherungsverträge (PKV). Ziel der Beratung ist die Identifikation von Einsparpotenzialen innerhalb bestehender Tarife gemäß § 204 VVG. Ein Wechsel der Versicherungsgesellschaft erfolgt nicht.
(2) Alpenloew erbringt keine Versicherungsvermittlung im Sinne des § 34d GewO, handelt nicht als Makler, Vertreter oder Agent einer Versicherungsgesellschaft und vermittelt keine Versicherungsverträge. Sämtliche Empfehlungen basieren ausschließlich auf den vom Kunden bereitgestellten Informationen.
(3) Die Beratung erfolgt telefonisch und schriftlich. Der Kunde erhält nach Abschluss der Beratung ein individuelles Umstellungsformular, das er eigenverantwortlich bei seiner Versicherung einreicht.
(4) Der Kunde trifft sämtliche Entscheidungen im Hinblick auf Antragstellung, Tarifänderung oder Kommunikation mit seiner Versicherung eigenverantwortlich. Alpenloew unterstützt ihn ausschließlich beratend.
(5) Alpenloew erbringt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsvertragsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) oder des Steuerberatungsgesetzes (StBerG). Die Dienstleistung beschränkt sich auf eine wirtschaftliche Analyse und Empfehlung möglicher Tarifoptimierungen.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Der Vertrag kommt durch Übermittlung des Mandatsformulars, telefonische Beauftragung oder schriftliche Bestätigung zustande.
(2) Der Kunde wird telefonisch, schriftlich und auf dem Mandatsformular über die Vergütungsregelung, eine Beispielrechnung sowie alle relevanten Vertragsbedingungen informiert.
(3) Mit der Beauftragung bestätigt der Kunde, die AGB und die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen zu haben.
§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde verpflichtet sich, alle für die Beratung erforderlichen Unterlagen, Informationen und Erklärungen vollständig und wahrheitsgemäß bereitzustellen.
(2) Der Kunde hat während des gesamten Beratungsprozesses eine Mitwirkungspflicht. Unterlässt der Kunde die erforderliche Mitwirkung, ist Alpenloew berechtigt, die Zusammenarbeit auch bei bereits erfolgter Zahlung zu beenden.
(3) Der Kunde verpflichtet sich, Alpenloew unverzüglich zu informieren, sobald er eigenständig Änderungen oder Anträge bei seiner Versicherung vornimmt, die den Beratungsgegenstand betreffen.
(4) Alpenloew übernimmt keine Haftung für fehlerhafte oder unvollständige Angaben des Kunden oder von Dritten bereitgestellte Daten, insbesondere aus Lead-Quellen. Die Qualität der Beratung hängt maßgeblich von der Richtigkeit der bereitgestellten Informationen ab.
(5) Nutzung der erarbeiteten Beratungsergebnisse. Die im Rahmen der Beratung von Alpenloew erarbeiteten Analyseergebnisse, Empfehlungen, Tarifvergleiche und Umstellungsunterlagen stellen eine geistige Leistung dar. Der Kunde ist nicht berechtigt, diese Beratungsergebnisse ohne vorherige Beauftragung von Alpenloew oder unter Umgehung von Alpenloew durch Dritte – insbesondere durch direkte Umsetzung bei der Versicherung oder über andere Dienstleister – wirtschaftlich zu nutzen. Erfolgt eine solche Nutzung der Beratungsergebnisse innerhalb von 24 Monaten nach deren Übermittlung, gilt die Vergütung gemäß § 5 dieser AGB als vereinbart und fällig, unabhängig davon, ob die Umsetzung selbst oder über Dritte erfolgt. Das gesetzliche Widerrufsrecht des Kunden bleibt hiervon unberührt.
(6) Telefonische Beratungsgespräche dürfen ausschließlich mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Kunden zu Dokumentationszwecken aufgezeichnet werden.
(7) Sprachaufzeichnung als Beauftragungsform:
Die telefonische Beauftragung kann mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden durch eine Sprachaufzeichnung dokumentiert werden. Diese Sprachaufzeichnung dient der rechtssicheren Beauftragung und ist einer eigenhändigen Unterschrift im Sinne des § 127 Abs. 2 BGB gleichgestellt. Das entsprechende Mandatsformular wird nach der Aufzeichnung durch Alpenloew vollständig ausgefüllt und im Unterschriftsfeld mit dem Hinweis versehen:
„Beauftragung erfolgt per Sprachaufzeichnung am [Datum] um [Uhrzeit].“
Der Kunde erhält das ausgefüllte Mandatsformular anschließend per E-Mail. Die Aufzeichnung erfolgt ausschließlich mit Zustimmung des Kunden und dient der Dokumentation. Eine Weitergabe an Dritte oder anderweitige Nutzung ist ausgeschlossen.
§ 5 Vergütung, Zahlungsbedingungen und Rabatte
(1) Die Vergütung bemisst sich grundsätzlich nach der Differenz zwischen dem bisherigen und dem neuen monatlichen Versicherungsbeitrag multipliziert mit zwölf (Ersparnis × 12). Abweichende Vereinbarungen sind schriftlich zulässig.
(2) Alle Beträge verstehen sich zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer.
(3) Die Zahlung ist innerhalb von sieben (7) Werktagen nach Abschluss der Beratung fällig.
(4) Entscheidet sich der Kunde für eine Zahlung innerhalb von drei (3) Tagen, wird ein Rabatt von 5 – 10 % gewährt, abhängig von individueller Vereinbarung mit dem Berater.
(5) Nach Absprache kann die Vergütung in zwei Raten (50/50) gezahlt werden. Die zweite Rate ist spätestens 30 Tage nach der ersten Zahlung oder nach Abschluss der Umstellung fällig.
(6) Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist Alpenloew berechtigt, Verzugszinsen gemäß § 288 BGB sowie Mahn- und Rechtsverfolgungskosten geltend zu machen.
(7) Ergibt sich eine Abweichung zugunsten von Alpenloew, kann nach interner Prüfung eine Nachforderung gegenüber dem Kunden erfolgen. Alpenloew behält sich das Recht vor, im Einzelfall auf die Nachzahlung zu verzichten.
§ 6 Leistungszeit, Abwicklung und Erfolg
(1) Die Beratung gilt als erbracht, sobald der Kunde das Umstellungsformular erhalten hat.
(2) Der Kunde führt die Umstellung eigenständig durch. Alpenloew begleitet den Prozess beratend, haftet jedoch nicht für die Annahme oder Ablehnung der Tarifänderung durch die Versicherung.
(3) Sollte der Kunde während oder nach der Umstellung unzufrieden sein, besteht kein Anspruch auf Rückzahlung der Vergütung.
(4) Eine Ablehnung, Verzögerung oder abweichende Entscheidung der Versicherung über die beantragte Tarifänderung begründet keinen Anspruch des Kunden auf Rückzahlung, Minderung oder Schadensersatz.
§ 7 Haftung
(1) Alpenloew haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet Alpenloew nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten“) und beschränkt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen.
(4) Alpenloew haftet nicht für Entscheidungen oder Handlungen des Kunden oder dritter Parteien (z. B. Versicherungen), die auf den im Rahmen der Beratung erhaltenen Informationen beruhen.
§ 8 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Alle zwischen Alpenloew und dem Kunden ausgetauschten Unterlagen, E-Mails und Daten werden vertraulich behandelt und nach Maßgabe der DSGVO verarbeitet.
(2) Sofern Kundendaten aus externen Quellen (Leads) stammen, bezieht Alpenloew diese ausschließlich von DSGVO-konformen Anbietern. Der Kunde kann jederzeit Auskunft über die Datenherkunft verlangen.
(3) Sprachaufzeichnungen, die im Rahmen der telefonischen Beauftragung oder Beratung erfolgen, werden ausschließlich zur Dokumentation der Beauftragung gespeichert und sind rechtlich einer Unterschrift gleichgestellt. Die Aufzeichnung erfolgt nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden und wird nach Ablauf gesetzlicher Aufbewahrungsfristen gelöscht.
(4) Weitere Informationen ergeben sich aus der gesonderten Datenschutzerklärung auf der Website.
§ 9 Elektronische Kommunikation (§ 127 BGB)
(1) Mitteilungen zwischen Alpenloew und dem Kunden können in elektronischer Form (E-Mail) erfolgen.
(2) Elektronische Mitteilungen gelten als zugegangen, sobald sie im Machtbereich des Empfängers abrufbar sind, insbesondere wenn sie an die zuletzt bekannte E-Mail-Adresse übermittelt wurden.
§ 10 Widerruf und Fernabsatzrecht
(1) Der Kunde wird über sein gesetzliches Widerrufsrecht gesondert belehrt.
(2) Das Widerrufsrecht erlischt, sobald Alpenloew die vertraglich vereinbarte Beratungsleistung vollständig erbracht hat, da die Dienstleistung nach ausdrücklicher Zustimmung des Kunden begonnen wurde.
(3) Der Kunde bestätigt, die Widerrufsbelehrung gelesen und verstanden zu haben; sie ist fester Bestandteil dieser AGB.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Erfüllungsort und Gerichtsstand ist München, soweit gesetzlich zulässig.
(2) Es gilt ausschließlich deutsches Recht.
(3) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
(4) Diese AGB treten am 01. November 2025 in Kraft und ersetzen alle vorherigen Fassungen.